Dieses Projekt wurde im Rahmen des Baukulturwettbewerb in Brandenburgs Biosphärenreservaten 2025 ausgezeichnet.

Auslober:

  • Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Klimaschutz (MLEUV)
  • Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung (MIL) des Landes Brandenburg
  • UNESCO Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin

Wettbewerbsteilnehmer: Dr. Michael Niedermeier

Kategorie: Bestand

Oderberg

Marowskihaus

Mit jahrzehntelangem Engagement und beinahe sagenhafter Ausdauer wurde das Gebäude vor dem sicheren Verfall bewahrt. Hierbei wurde nicht nur dem Gebäude nichts Schlimmes angetan, sondern die Bewohner erkannten die Qualität der kleinteiligen, niedrigen Räume und ließen auch die Verformungen zu, die sich im Laufe von bald 350 Jahren eingestellt haben.

Nicht die Wände wurden ins Lot gezwungen, sondern die Möbel und Öfen wurden den Gegebenheiten angepasst – und an manchen Türdurchgängen müssen sich heutige Zeitgenossen eben „verneigen“, um sich nicht den Kopf zu stoßen.

Selbstverständlich wurde mit Baumaterialien gearbeitet, die auch ursprünglich schon zur Anwendung kamen – Learning by Doing für Fachleute und handwerklich versierte Bewohner inbegriffen!

Der Respekt vor dem alten Bauwerk führt dazu, dass man den bodenständigen Charme des Hauses wahrnimmt. Dieses Erlebnis bieten die Bewohner auch Besuchern und Schulklassen und leisten so einen wichtigen Beitrag zur Wertschätzung von Baukultur.

Begründung der Jury:

Wir würdigen die Rettung des ältesten Fachwerkhauses in Oderberg und die vorbildliche Instandhaltung des Denkmals.