Wüsten Vahrnow

Kuhburg

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Auszeichnung

Dieses Projekt erhielt den Engagementpreis im Rahmen der Auszeichnung mit dem Brandenburgischen Baukulturpreis 2025.

Den Engagementpreis erhalten Heinz-Dieter Lohrer und Gordon Thalmann weil sie sich aktiv für die Vermittlung der oft unscheinbaren baulichen und archäologischen Reste unserer Kulturgeschichte, wie der Kuhburg in Wüsten-Wahrnow (Prignitz) einsetzen.

Preis im Baukulturwettbewerb 2025 – UNESCO-Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe-Brandenburg

Auslober:

  • Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Klimaschutz (MLEUV)
  • Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung (MIL) des Landes Brandenburg
  • UNESCO-Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe-Brandenburg im Landesamt für Umwelt

Kategorie: Freiraum

Begründung der Jury: Wir würdigen die Erschließung des archäologischen Erbes unter Verwendung beständiger und nachhaltiger Materialien. Es ist ein wertvoller Beitrag zur Erlebbarmachung archäologischer Orte in der Prignitz.

Die Kuhburg bei Wüsten Vahrnow (Prignitz) © Jan Bodenstein Die Kuhburg bei Wüsten Vahrnow (Prignitz) © Jan Bodenstein

Mit der behutsamen und zugleich kraftvollen Transformation der Kuhburg ist ein herausragendes Beispiel archäologischer Baukultur gelungen. Aus einer unscheinbaren Ruine mitten auf dem Acker wurde ein Ort des Erinnerns, Entdeckens und Erlebens. Das Projekt verbindet archäologische Forschung, denkmalpflegerische Verantwortung und architektonische Vision zu einem eindrucksvollen Ganzen.

Die Ruine wurde nicht museal konserviert, sondern architektonisch weitergedacht: Eine begehbare Skulptur lässt die einstige Höhenstruktur der Burg mit Keller, Parterre und Obergeschoss wieder erfahrbar werden. Die filigrane Wabenstruktur aus Cortenstahl greift Form und Maß des Feldsteins auf und vermittelt zwischen Geschichte und Gegenwart. Sie stabilisiert das alte Mauerwerk, ohne dessen Aura zu zerstören, und verleiht dem Ort eine neue poetische Dimension. Der Weg vom Parkplatz zur Kuhburg mit begleitenden Gehölzpflanzungen und Sitzmöbeln stimmt hier bereits auf die zu besichtigende Ruine ein und heißt die interessierten Besucher und Besucherinnen, mit einigen Informationen, im besonders gestalteten Freiraum willkommen.

So wurde aus der Kuhburg ein architektonisches Denkmal lebendiger Geschichte – ein Ort, der Vergangenheit sichtbar macht und Zukunft gestaltet.

 

Mehr Informationen

Adresse: 19348 Gülitz-Reetz

Projektbeteiligte

Architekt Architekturbüro Wieck

Ansprechpartner

Jan Bodenstein, Wettbewerbsteilnehmer & Fotorechte

Inhalte zur Verfügung gestellt von

Brandenburgische Architektenkammer
www.ak-brandenburg.de/baukultur/brandenburgischer-baukulturpreis/2025/heinz-dieter-lohrer-und-gordon-thalmann