10. Juli 2026, Neuzelle

Baukultur Sommerreise 2026 Station 13 Neuzelle

Mit dem barocken Kloster und dem Kulturhaus aus der ehemaligen DDR treffen in Neuzelle zwei sehr unterschiedliche Bauwerke und Geschichtsebenen aufeinander, verbunden durch ihre Bedeutung als öffentliche Orte für Gemeinschaft, Begegnung und kulturelles Leben.

Das 1268 gegründete Kloster Neuzelle zählt mit seinen Barockkirchen, dem Klostergarten und den Kunstschätzen zu den bedeutendsten Barockanlagen Ost- und Norddeutschlands. Die prachtvolle Umgestaltung ab dem 17. Jahrhundert prägt bis heute die besondere Atmosphäre des Ortes. Gleichzeitig steht am Dorfeingang das Kulturhaus Neuzelle als sichtbares Zeugnis der DDR. Einst unter großer gemeinschaftlicher Beteiligung errichtet, war es lange Mittelpunkt des öffentlichen Lebens mit Tanzveranstaltungen, Konzerten, Filmvorführungen und Jugendangeboten.

Gerade im ländlichen Raum wird die Frage nach solchen „Dritten Orten“ immer wichtiger: Orte des Austauschs, der Kultur und des gesellschaftlichen Zusammenhalts. Während das Kloster diese Funktion bis heute erfüllt, steht das Kulturhaus seit Anfang der 2000er-Jahre leer. Welche Bedeutung haben solche Orte heute? Und welche Zukunft können sie für das gemeinschaftliche Leben auf dem Land haben?

Die Veranstaltung verbindet Führungen durch Kloster und Kulturhaus mit offenen Gesprächsrunden zu diesen Fragen.