Gerswalde

Feldsteinhaus

Nicht jeder Stall in Brandenburg ist ein Denkmal und dennoch steckt in den meisten viel Potenzial für eine nachhaltige und respektvolle Weiternutzung. Das Wohngebäude „Feldsteinhaus Uckermark“ (Gerswalde) entstand aus der Überformung eines halb verfallenen Kuhstalls. Der verbliebene Feldsteinbestand der Außenmauern wurde durch recycelte Ziegel steinsichtig ergänzt. Dabei wurde bewusst vermieden, den sich ergebenden irregulären Materialmix der Außenhülle – insbesondere an den Giebelseiten – zu verbergen. Selbstbewusst inszenieren die Architekten das Bruchstückhafte des partiellen Wiederaufbaus. Das große Oberlicht auf dem First des neu errichteten Dachs macht neugierig auf das Innere. Hier zeigt sich das überraschend moderne Gesicht des Gebäudes. Ein zentraler, tragender Betonkern im Erdgeschoss erschließt und organisiert zusammen mit der abgesetzten Holzfachwerkkonstruktion des Obergeschosses den neu interpretierten Innenraum.

Dieses Projekt erhielt eine Anerkennung im Rahmen der Auszeichnung mit dem Brandenburgischen Baukulturpreis 2025.

Texte und Bilder wurden uns zur Verfügung gestellt von:
Brandenburgische Architektenkammer

Mehr Informationen:

Baukulturpreis bei der Brandenburgischen Architektenkammer
Baukulturpreis bei der Brandenburgischen Ingenieurkammer