Frankfurt/Oder

Sanierung Rathaus

Das Rathaus in Frankfurt (Oder), ein bedeutsames Zeugnis der gotischen Profanbaukunst Norddeutschlands, wurde in seiner über 700-jährigen Geschichte und nicht zuletzt durch die verheerende Zerstörung der historischen Stadt im 2. Weltkrieg stark verändert. Durch den Erhalt großer Teile der historischen Fassade behielt das Gebäude – besonders im Zusammenspiel mit der Marienkirche – seine große Bedeutung für die Identität der Bürger. Im Innern hatte es durch diverse Einbauten seine Qualität und Großzügigkeit verloren und diente als Zweckbau. Durch die Sanierungsmaßnahme ist es gelungen, das Versprechen des beeindruckenden Äußeren auch im Inneren erlebbar zu machen und den Raum dort in ein attraktives Zentrum für die Bürger der Stadt Frankfurt und deren Anliegen zu verwandeln. Das Atrium lädt durch seine lichtdurchflutete Großzügigkeit dazu ein. Der in Wahrnehmung und Bautechnik schwellenlose Zugang öffnet ihn für alle Besucher. Die kluge Tragkonstruktion der Galerie, die die verschiedenen Ebenen stützenfrei miteinander verbindet, trägt wesentlich zur besonderen Wirkung des Raumes bei. Die anspruchsvoll gestaltete Decke gibt dem Raum einen außergewöhnlichen Charakter. Holzelemente in verschiedenen geometrischen Formen und Oberflächen sind ein wiederkehrendes Motiv. In der Wandelhalle passen sie sich paraventartig in die mittelalterlichen Strukturen ein und bilden mit ihnen eine selbstverständliche Symbiose.

Dieses Projekt erhielt den Sonderpreis im Rahmen der Auszeichnung mit dem Brandenburgischen Baukulturpreis 2025.

Texte und Bilder wurden uns zur Verfügung gestellt von:
Brandenburgische Architektenkammer

Mehr Informationen:

Stadt Frankfurt/Oder
Baukulturpreis bei der Brandenburgischen Architektenkammer
Baukulturpreis bei der Brandenburgischen Ingenieurkammer