19. Mai 2021, Potsdam

Schwerpunkt Brandenburg beim Studio Baukultur

Anstelle des alle zwei Jahre stattfindenden Konvents der Baukultur organisierte die Bundesstiftung Baukultur in diesem Jahr vom 18. bis 19. Mai unter dem Titel „Studio Baukultur“ eine Live-Übertragung fachlicher Vorträge und Diskussionen. Am zweiten Tag der Veranstaltung stand Brandenburg im Fokus des Schwerpunkts der Stadt-Land-Konstellation. An der dazugehörigen Gesprächsrunde nahmen Frank Segebade, Referatsleiter für Stadtentwicklung im Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg (MIL), Christian Keller, Präsident der Brandenburgischen Architektenkammer, Matthias Krebs, Präsident der Brandenburgischen Ingenieurkammer, sowie Bärbel Kannenberg, Kannenberg Architekten BDA und Ingenieure, teil. Die Moderation übernahm Reiner Nagel, Vorstandsvorsitzender der Bundesstiftung Baukultur.

Christian Keller leitete das Gespräch mit einer Vorstellung des Projektes „Die Stadtentdecker“ ein. Das Projekt der Brandenburgischen Architektenkammer gilt als gelungenes Beispiel der Vermittlung von Architektur und Baukultur und des Ideenaustauschs mit Kindern und Jugendlichen an Schulen. Auch dem Schülerwettbewerb der Brandenburgischen Ingenieurkammer gelingt es jährlich zwischen 300 und 500 Schüler:innen im Bundesland für das Ingenieurwesen zu begeistern.

Frank Segebade hob hervor, dass Stadt und Land in Brandenburg nicht einander gegenübergestellt, sondern ihrer Verflechtung Rechnung getragen werden sollte. Die Gesprächsteilnehmenden waren sich einig, dass für eine nachhaltige Entwicklung der Brandenburgischen Klein- und Mittelstädte eine Wiederbelebung der Baukultur in den Stadtkernen erfolgen muss. Durch die Ausweitung von Arbeit im Home Office habe der von den Ballungszentren und insbesondere Berlin ausgehende Bevölkerungszuwachs weiter an Bedeutung gewonnen. Die Attraktivität Brandenburgischer Städte sei gewachsen, jedoch, darauf wiesen Matthias Krebs und Bärbel Kannenberg hin, gelte dies vor allem für Städte mit einer gut ausgebauten Infrastruktur und Anschluss ans gemeinsame Schienennetz mit Berlin.

Als Beispiele für den Bedarf und Mehrwert der Baukulturinitiative wurden beim Studio Baukultur die Neugestaltung des Umfelds des historischen Bahnhofs in Wittenberge sowie die Ausarbeitung des Konzepts der Lärmschutzwand aus Lehm in Nebelin in Kooperation mit dem Zentrum für Peripherie e.V. genannt. Auch der gemeinsam ausgeschriebene Brandenburgische Baukulturpreis sei ein Zeichen für die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit der Kooperationspartner.

Wir bedanken uns bei der Bundesstiftung Baukultur und Reiner Nagel sowie den Teilnehmenden der Diskussion für die Umsetzung dieser spannenden Veranstaltung. Den Mittschnitt der Brandenburger Runde können Sie sich hier ansehen. Eine Dokumentation des Studio Baukultur sowie den gesamten Livestream der beiden Tage finden Sie auf der Website der Bundesstiftung Baukultur.

 

Fotos: Till Budde für die Bundesstiftung Baukultur

Ansprechperson

Stefanie Rasche
Koordinatorin Baukulturinitiative Brandenburg
E
T +49(0)331/2012 59-38

© Till Budde für die Bundesstiftung Baukultur
© Till Budde für die Bundesstiftung Baukultur
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